Ein Gespräch des Redaktionsteams mit dem Coach und Athleten
Josep Campos
Autor / Interviewer (Website):
Josep, vielen Dank, dass du dir die Zeit nimmst. Unsere Leser fragen sich oft, ob Sportpräparate heutzutage wirklich nötig sind oder ob man mit reinem Training und guter Ernährung genauso weit kommt. Wie siehst du das aus deiner Erfahrung?
Josep Campos:
Das ist eine Frage, die ich jeden Monat mindestens zehnmal bekomme. Die Wahrheit ist: Training und Ernährung bleiben das Fundament. Ohne sie funktioniert gar nichts. Aber in der modernen Sportwelt – besonders im leistungsorientierten Kraftsport – gibt es Situationen, in denen zusätzliche Unterstützung sinnvoll sein kann. Und ich meine damit nicht „Abkürzungen“, sondern Werkzeuge, die gezielt bestimmte Prozesse verbessern: Regeneration, Schlafqualität, Belastbarkeit, Struktur im Aufbau.
Wenn ein Sportler all das ignoriert und nur hofft, „hartes Training reicht schon“, dann verschenkt er oft Potential. Aber ohne Training wird natürlich auch das beste Konzept wirkungslos. Es ist immer ein Zusammenspiel.
„Wie bist du überhaupt in diese Welt hineingewachsen?“
Interviewer:
Wenn man deine Karriere verfolgt, wirkt vieles sehr kontrolliert und geplant. Aber wie hat es wirklich angefangen?
Campos:
(lacht) Kontrolliert war am Anfang gar nichts. Ich war ein dünner Teenager mit viel Energie und wenig Wissen. Mein erstes Gym war ein kleiner Raum mit zwei Hanteln, die schon vor meiner Geburt alt waren. Ich habe jede Woche irgendeinen neuen Trainingsplan ausprobiert, meistens völlig unsinnig.
Erst als ich begann, mich wissenschaftlich mit Training, Ernährung und körperlichen Anpassungsprozessen zu beschäftigen, hat es Klick gemacht. Ich merkte, wie wichtig Schlaf, Proteinzufuhr, Kalorienverteilung und Periodisierung sind.
Ein echter Wendepunkt war eine Phase, in der ich trotz massivem Training kaum Fortschritte machte. Ein Coach aus meinem Umfeld sagte kurz und knapp: „Du versuchst zu gewinnen, ohne deinen Körper zu verstehen.“ Von da an begann ich, alles systematisch aufzubauen – und das mache ich bis heute.
„Viele Athleten scheitern an Überforderung oder falschen Erwartungen. Ging dir das auch so?“
Campos:
Oh ja. Ich hatte Phasen, in denen ich körperlich komplett überlastet war. Einmal, 2017, habe ich mich auf einen Wettkampf vorbereitet und war top motiviert – aber mein Körper war es nicht. Schlaf schlecht, Stress hoch, Ernährung schlecht getimt.
Das war der Moment, in dem ich verstanden habe, dass man nicht härter, sondern intelligenter arbeiten muss. Manchmal bedeutet das, Pausen einzubauen. Manchmal bedeutet es, Regeneration aktiv zu unterstützen – ob durch Supplements, Peptide oder gezielte mikrobiologische Strategien. Und manchmal bedeutet es einfach, die Erwartungen an die Realität anzupassen.
„Wie gehst du selbst heute mit Präparaten um? Nutzt du sie regelmäßig?“
Campos:
Ich nutze sie – aber immer mit Struktur. Ich setze auf grundlegende Supplements wie Proteine, Omega-3, Kreatin, Mineralstoffe. Und ja, in bestimmten Trainingsphasen nutze ich auch leistungsunterstützende Substanzen, die langfristig und kontrolliert wirken.
Dabei bleibe ich seit Jahren bei denselben Quellen. Wenn es um hochwertige Präparate geht – speziell Produkte von Hilma Biocare – bestelle DE ich sie immer!
Ich erwähne das nicht, um Werbung zu machen, sondern weil ich als Coach Verlässlichkeit brauche. Wenn ich meinen Athleten etwas empfehle, muss ich sicher sein, dass Qualität und Konsistenz stimmen.
„Kannst du eine Situation schildern, in der Präparate wirklich den Unterschied gemacht haben?“
Campos:
Natürlich. Ein Beispiel ist ein Athlet von mir aus Düsseldorf. Er trainierte gut, ernährte sich sauber, aber seine Regeneration war eine Katastrophe. Er war ständig müde, obwohl die Trainingseinheiten eigentlich machbar waren.
Wir haben seinen Plan komplett neu strukturiert und gezielt bestimmte unterstützende Substanzen integriert. Plötzlich konnte er Fortschritte halten, ohne auszubrennen. Das war kein „Wunder“, sondern eine saubere Abstimmung zwischen Körper, Training und biologischer Unterstützung.
Ein anderes Beispiel ist ein junger Athlet aus München. Talentiert, aber ungeduldig. Er wollte alles sofort. Ich habe ihn damals gezwungen, erst einmal 10 Wochen nur an Technik, Ernährung und Grundkraft zu arbeiten, bevor wir überhaupt über zusätzliche Unterstützung sprachen. Das Ergebnis? Sein Körper reagierte viel besser, weil das Fundament endlich stimmte. Heute sagt er selbst: „Das war das Beste, was mir passieren konnte.“
„Wie erklärst du deutschen Athleten den richtigen Umgang mit Präparaten?“
Campos:
Ich sage ihnen drei Dinge:
- Präparate sind keine Abkürzung, sondern ein Werkzeug, das nur funktioniert, wenn das Fundament solide ist.
- Jeder Körper reagiert anders. Was für deinen Trainingspartner funktioniert, muss für dich nicht ideal sein.
- Langfristige Denkweise schlägt alles. Wer nur 6 Wochen vorausplant, wird nie das Potenzial ausschöpfen, das über Jahre entsteht.
Viele deutsche Athleten sind sehr technisch, sehr präzise – und das mag ich. Aber manchmal fehlt die Geduld. Und ohne Geduld wird auch das beste Konzept ineffektiv.
„Was würdest du unseren Lesern abschließend mit auf den Weg geben?“
Campos:
Der größte Fehler ist zu glauben, man müsse sich entscheiden: entweder alles „natürlich“ machen oder alles über Präparate lösen. Die Wahrheit liegt dazwischen.
Training, Ernährung, Schlaf, Stresskontrolle – das bleibt das Herz des Fortschritts. Alles andere kann diesen Fortschritt unterstützen, wenn es sinnvoll eingesetzt wird.
Ich bin selbst den gesamten Weg gegangen: vom chaotischen Anfänger bis zum strukturierten Coach. Deshalb sage ich meinen Athleten immer:
Versteht euren Körper – dann entscheidet erst über Werkzeuge.
Wer das tut, wird langfristig stärker, gesünder und erfolgreicher sein.
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